Der viergeschossige Erweiterungsneubau für das Finanzamt Nordfriesland wird besonders nachhaltig errichtet. © Ackermann+Renner Architekten GmbH

30.07.2021

Land investiert in das Finanzamt der Zukunft in Nordfriesland

In Husum entsteht ein Erweiterungsneubau für das Finanzamt Nordfriesland. Das Land Schleswig-Holstein investiert rund 15 Millionen Euro in den Neubau, der unter der Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) besonders nachhaltig und barrierefrei errichtet wird. Angestrebt wird eine Silberzertifizierung nach dem Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen (BNB). Die Fertigstellung des Neubaus ist für Frühjahr 2023 geplant. Heute (30. Juli 2021) legten Finanzministerin Monika Heinold, GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt, Finanzamtsvorsteher Franz-Wilhelm Bürger und Bürgermeister Uwe Schmitz den Grundstein für den Neubau.

Finanzministerin Monika Heinold sagte: „Das topmoderne Gebäude macht deutlich: Bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit kommen wir trotz knapper Kassen mit großen Schritten voran. Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften sind zentrale Bausteine für den Klimaschutz – das gilt auch für unsere Landesliegenschaften. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich auf ein hochattraktives Arbeitsumfeld freuen, das die besonderen Bedarfe eines Finanzamtes berücksichtigt. Dieser Erweiterungsneubau ist ein weiterer Baustein im Projekt „Zukunft Steuerverwaltung 2020“, mit dem wir eine zukunftsfähige Behördenstruktur in der Steuerverwaltung bei uns im Land etablieren.“

„Bei der Planung dieses Neubaus haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie das Finanzamt in 20, 30 oder 50 Jahren aussieht. Um für einen so langen Zeitraum zukunftsweisend zu bauen, sind Klimaneutralität, maximale Flexibilität in der Raumnutzung und Barrierefreiheit unabdingbar“, sagte GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt und ergänzt: „Das ist uns hier in Husum vorbildlich gelungen.“

Finanzamtsvorsteher Franz-Wilhelm Bürger sagte: „Mit der heutigen Grundsteinlegung wird ein entscheidender Schritt getan, um nicht nur die räumliche Unterbringung der Beschäftigten des Finanzamtes zu verbessern, sondern auch um die angestrebte organisatorische Zusammenlegung des Finanzamtes Nordfriesland umzusetzen.“

Bürgermeister Uwe Schmitz freut sich: „Schön, dass mit der Grundsteinlegung nach der langen Zeit der Vorbereitung und Planung nun auch in der Stadt ein für alle sichtbares Zeichen dafür gesetzt wird, dass es endlich losgeht. Husum freut sich auf „seinen“ Erweiterungsbau für das Finanzamt Nordfriesland!“

Hintergrund für den Erweiterungsneubau mit 98 Arbeitsplätzen ist die geplante Konzentration des Finanzamts Nordfriesland in Husum. Die GMSH hatte dafür 2017 einen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, bei dem Ackermann und Renner Architekten GmbH aus Berlin als Sieger hervorgingen. Die architektonische Herausforderung bei dieser Baumaßnahme liegt darin, ein Bindeglied zwischen dem bereits vorhandenen Finanzamt und dem Nissenhaus zu schaffen. Geplant wurde jetzt ein Neubau, der schadstoffarm errichtet wird und besonders nachhaltig ist. So wird die Wärmeversorgung dort zukünftig dank Geothermie über 22 Erdsonden erfolgen, die 99 Meter tief in der Erde liegen. Für den Strombedarf wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert. Der sommerliche Wärmeschutz wird durch eine natürliche Nachtauskühlung gewährleistet, indem sich die Fenster nachts automatisch einen kleinen Spalt öffnen. Vor dem Gebäude werden Ladestationen errichtet, an denen E-Fahrzeuge und Pedelecs aufgeladen werden können.

Der viergeschossige Erweiterungsneubau wird über 1.700 Quadratmeter Gesamtnutzfläche verfügen. Im Erdgeschoss entsteht ein öffentlicher Bereich mit einem Foyer und der zentralen Informations- und Annahmestelle (ZIAS) mit Büros, Empfang, Besprechungsraum und einem Wartebereich mit Besucher-WCs. In den drei Obergeschossen wird der nichtöffentliche Bürobereich eingerichtet mit Besprechungs- und Nebenräumen, Archiven und Kommunikationszonen für die Beschäftigten. Auf allen drei Geschossen gibt es jeweils einen Büroraum, der zwei Quadratmeter größer ist, und auch die Teeküchen sind so groß, dass man sich darin mit einem Rollstuhl bewegen kann. Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gibt es in jedem Geschoss je ein Damen- und Herren-WC für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Für den Eingangsbereich sind taktile Pläne vorgesehen und im Innern des Gebäudes ist eine kontrastreiche Farbgebung geplant, die für Sehbehinderte geeignet ist.

Angaben zum Gebäude

  • Bauherr: Land Schleswig-Holstein
  • Bauherrenvertretung: Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR
  • Architekt: Ackermann + Renner Architekten GmbH, Berlin
  • Gesamtbaukosten: ca. 12,2 Millionen Euro
  • Baunebenkosten: ca. 2,8 Millionen Euro
  • Fertigstellung: voraussichtlich Frühjahr 2023
  • Gesamtnutzfläche: 1.700 Quadratmeter
  • Gesamtabmessung: ca. 34 x 25 Meter
  • Anzahl der Geschosse: vier
  • Anzahl der Arbeitsplätze: 98

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Businessportrait von Barbara Müller. Sie ist Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit.

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