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Ausstellungseröffnung zum Realisierungswettbewerb für das ZIP Kiel

Presseinfo vom 20.08.2018

 
Das Zentrum für Integrative Psychiatrie gGmbH (ZIP) als Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) steht vor einer umfassenden baulichen Erneuerung. Für das Areal des ZIP am Niemannsweg sieht die bauliche Zielplanung eine Sanierung der bestehenden Gebäude vor sowie Neubauten, die im Einklang mit dem städtebaulichen Gesamtkonzept und dem denkmalgeschützten Gesamtensemble entstehen.
In den kommenden Jahren wird das ZIP für die Sanierung und Neubauten erhebliche Investitionen tätigen. Gemeinsam mit der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) hat das ZIP dafür einen Realisierungswettbewerb mit acht Architekturbüros aus ganz Deutschland durchgeführt. Ziel ist es, den Campus in mehreren Bauabschnitten so weiterzuentwickeln, dass er den therapeutischen Aufgaben der Psychiatrie und der Psychosomatik gerecht wird und die räumlichen Bedingungen für die Patientinnen und Patienten nachhaltig verbessert. Heute (20. August 2018) eröffneten das ZIP und die GMSH eine Ausstellung über den Realisierungswettbewerb, um Zeichnungen, Pläne und Modelle der Entwürfe der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 14. September 2018, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, und befindet sich in der GMSH-Zentrale in der Gartenstraße 6 in 24103 Kiel.

Hintergrundinformationen
Das ZIP liegt zwischen Forstweg und Niemannsweg, Moltkestraße und Dielsweg. Die Klinikanlage ist als Ensemble ein Kulturdenkmal mit besonderem Wert. Das Zentrum bildet Haus 1 mit seinen rund 9.000 Quadratmetern Nutzfläche. Hauptaufgabe des Realisierungswettbewerbs war es, Haus 1 neu zu gestalten, Ersatzneubauten für seinen Ost- und Westflügel zu entwerfen und ein städtebauliches Strukturkonzept für den Campus zu entwickeln. Im ersten Bauabschnitt sollen die beiden Seitenflügel von Haus 1 abgerissen werden und die Ersatzneubauten realisiert werden. Im zweiten Bauabschnitt wird der Bereich von Haus 5 umgeplant, wobei auch die laufende Weiterentwicklung der betrieblichen Organisation des ZIP berücksichtigt werden muss. In einer vorgezogenen Bauphase Null soll mit Haus 9 ein Interimsbau errichtet werden, durch den die abschnittsweise Weiterentwicklung des Campus erst möglich wird.

Bei der Bewertung der Entwürfe spielten die städtebauliche Gliederung der Baukörper im Kontext des Bestands eine entscheidende Rolle sowie das Funktionskonzept der inneren Raumaufteilung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit. Das Preisgericht hob besonders die Entwürfe des Planungsbüros TSJ Tönies + Schroeter + Jansen Freie Architekten GmbH (Lübeck) und des Planungsbüros BE Baumschlager Eberle Architekten (Hamburg) hervor. Mit beiden Büros wird die GMSH nun das vorgeschriebene Verhandlungsverfahren gemäß Vergabeverordnung (VgV) führen, um eins der beiden Büros mit der Umsetzung zu beauftragen.

Bereits vor dem Wettbewerb hatte das ZIP erste Zielplanungsentwürfe und ein betriebsorganisatorisches Konzept unter funktionalen, strategischen und gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten entwickelt. Der Campus wurde gegliedert in die sieben Funktionscluster Bettenhäuser und Zentrale Aufnahme, Sexualmedizin und Verwaltung, Physiotherapie, Forschung und Lehre, Ambulanzen, Tageskliniken sowie Wirtschaftsbetrieb und Café. Die Gebäude sollen offen, großzügig und einladend konzipiert werden und über großzügige Aufenthaltszonen sowie über Rückzugsmöglichkeiten für die Patientinnen und Patienten verfügen, um deren Wohlbefinden bestmöglich zu fördern.

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Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR
Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Müller
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