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JVA Kiel erhält eine neue Sporthalle

Presseinfo vom 08.09.2017

 
Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) Kiel entsteht eine neue Sporthalle, in die das Land Schleswig-Holstein 3,1 Millionen Euro investiert. Der Neubau entsteht unter der Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) und soll bis Mitte 2018 fertiggestellt werden. Die Baumaßnahme ist Teil des Investitionsprogramms Justizvollzug des Landes Schleswig-Holstein. Heute feierten Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Anstaltsleiter Jan-Gerd Dose und GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt das Richtfest.

Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack betonte die Bedeutung von Sport im Vollzug: „Sportangebote im Justizvollzug wirken hochpräventiv. Sie sind wesentliche und bei Gefangenen beliebte Bestandteile des Freizeit- und Behandlungsangebots. Viele Vollzugsinsassen betreiben Sport, weil sie sich danach entspannter und zufriedener fühlen. Sport ermöglicht zudem ein positives Kommunikationsfeld. Einen Erfahrungsbereich, in dem Regeln akzeptiert, eingehalten und kontrolliert werden können. Sport erfolgt zudem in multikulturellen Gruppen, wirkt insofern integrativ und toleranzfördernd. Sportliche Aktivitäten leisten daher einen wirksamen Beitrag zum Erhalt des sozialen Friedens im Anstaltsalltag. Das Anstaltsklima, die Bezugsebenen zwischen Gefangenen untereinander und zu JVA-Bediensteten werden positiv, akzeptierend und kooperativ wahrgenommen. Und ganz wichtig: Die Organisation des Sports in der Anstalt bietet Gefangenen Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung - im Gefangenensportverein oder bei der Programm - und Angebotsgestaltung.“

„Die Video- und Gefahrenmeldeanlagen für die Sicherheitsüberwachung in der neuen Sporthalle werden in das Sicherheitssystem der Anstalt integriert. Das einheitliche Überwachungssystem trägt zur Sicherheit der JVA hier mitten in Kiel bei“, sagte GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt.

„Mit dem Bau der Sporthalle eröffnen sich für die Mehrzweckhalle im Hauptgebäude neue Nutzungsmöglichkeiten. Die Mehrzweckhalle musste bisher auch eingeschränkt für Sport genutzt werden. Nunmehr kann hier ein familienfreundlicher Gefangenenbesuch optimiert und ein angemessenes Klima für vollzugliche Veranstaltungen, für Begegnungen im Rahmen der Seelsorge und für Gottesdienste geschaffen werden“, sagte Anstaltsleiter Jan-Gerd Dose.

In dem 650 Quadratmeter großen Neubau entsteht eine 15 mal 27 Meter große Sporthalle, die von den Gefangenen und von den Justizvollzugsbeamten für Basketball, Volleyball oder Badminton genutzt werden kann. Außerdem werden im Erdgeschoss ein Geräteraum, ein Aufsichtsbereich, Umkleideräume und Sanitäranlagen eingerichtet. Im Obergeschoss soll ein Konferenzraum für das Personal und die Technikzentrale entstehen.
Um eine Grundstücksfläche für die neue Sporthalle zu erhalten, hatte die GMSH Haus 14 abreißen lassen, in dem zuvor der Offene Vollzug untergebracht war. Wegen erheblicher Baumängel stand das Gebäude jedoch langfristig leer. Der durch den Abriss freigelegte Giebel von Haus 12 wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Im letzten Jahr hatte sich die Baumaßnahme verzögert, weil es einen Verdacht auf Kampfmittel im Boden gab, der sich nach genauer Untersuchung jedoch nicht bestätigte.
 

Angaben zum Gebäude:
Bauherr: Land Schleswig-Holstein
Bauherrenvertretung: Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR
Gesamtbaukosten: ca. 3,1 Millionen Euro
Baubeginn: Mai 2016
Fertigstellung: voraussichtlich Mitte 2018
Hauptnutzfläche: ca. 650 Quadratmeter

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Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR
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