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Institutsgebäude „Tallinn“ der Europa-Universität Flensburg nimmt Gestalt an

Presseinfo vom 01.07.2020

 
Nur sieben Monate nach der Grundsteinlegung steht der Rohbau des ersten Neubaus der Europa-Universität Flensburg seit zehn Jahren. Das Land Schleswig-Holstein investiert rund 7,1 Millionen Euro aus dem Infrastrukturmodernisierungsprogramm IMPULS in das Institutsgebäude „Tallinn“, das unter der Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) entsteht. Auf 1.300 Quadratmetern werden flexible Büro- und Besprechungsräume für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingerichtet. Der Neubau soll im Sommer 2021 an die Universität übergeben werden. Heute (1. Juli 2020) feierten Wissenschaftsstaatssekretär
Dr. Oliver Grundei, Universitätspräsident Professor Dr. Werner Reinhart und GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt gemeinsam mit den Handwerkern das Richtfest.

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei lobte den konsequenten und äußerst erfolgreichen Profilierungsprozess der Europa-Universität Flensburg im Bereich Lehramtsausbildung und Internationalisierung und verwies darauf, dass die EUF heute stolz auf rund 6000 Studierende blicken könne. Grundei: „Mit dem Gebäude Tallinn tragen wir der erfreulichen Entwicklung auch baulich Rechnung und realisieren ein modernes Instituts- und Veranstaltungsgebäude für die Geistes- und Sozialwissenschaften.“

„Dieser Neubau ist viel mehr für uns als nur ein Bau“, betonte der Präsident der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Werner Reinhart, in seinem Grußwort. „Dieses Gebäude mit seinen Konferenz- und Gremienräumen, mit seinen Büros und Teeküchen verkörpert auch die Hoffnung auf physische Nähe in einer Zukunft nach Corona. Zugleich markiert es ein geglücktes Profil: Nachgefragte Studiengänge und eine wachsende Anzahl von Lehrenden benötigen Platz und Infrastruktur. Dieses Gebäude verdeutlicht zudem auch gelungene Kooperation und gute Arbeit: Ich danke dem zuständigen Ministerium, der GMSH, dem Gebäudemanagement der EUF und allen Handwerkerinnen und Handwerker, die dazu beigetragen haben, dass zwischen Grundsteinlegung und Richtfest die keineswegs selbstverständliche Spanne von nur sieben Monaten gelegen hat.“

„Seit Beginn der Corona-Pandemie müssen wir auch auf unseren Baustellen organisatorische und bauliche Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Trotz dieses Mehraufwands liegen wir sehr gut im Zeitplan. Das ist eine echte Teamleistung. Alle Beteiligten haben von Anfang an sehr konstruktiv zusammengearbeitet, sodass wir das neue Institutsgebäude wie vorgesehen nächsten Sommer an die Universität übergeben können“, sagte GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt.

Der viergeschossige Neubau erhält im Erdgeschoss einen repräsentativen Veranstaltungsraum mit flexiblen Trennwänden sowie eine Teeküche, eine Garderobe und Toiletten. Im ersten bis dritten Geschoss werden Büros und Besprechungsräume eingerichtet, die zwischen 12 bis 18 Quadratmeter groß sind und die bei Bedarf später ohne viel Aufwand nachträglich vergrößert werden können. Jedes Geschoss erhält eine Teeküche mit großer Fensterfront und Sitzbänken, um den interdisziplinären Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Im dritten Obergeschoss, das als Staffelgeschoss angelegt ist, entsteht außerdem eine Lernwerkstatt. Neben einem Aufzug und innenliegenden Treppenhaus wird für die Sicherstellung des Brandschutzes ein in der Fassade integriertes Fluchttreppenhaus errichtet. Das neue Institutsgebäude erhält zudem eine nachhaltige Photovoltaik-Anlage als Eigenverbrauchsanlage. An der Südfassade besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt einen Erweiterungsbau anzuschließen, wenn die Universität weiteren Raumbedarf hat.

Das neue Gebäude heißt „Tallinn“ nach der estnischen Hauptstadt. Seit dem 14. November 2016 tragen die Gebäude der Europa-Universität die Namen von europäischen Hauptstädten. Dazu wurden eine Europakarte und der Campusplan übereinandergelegt und die Gebäude den Städten zugeordnet, die ihnen am nächsten lagen. Entsprechend steht das Gebäude „Tallin“ zwischen „Helsinki“ und „Riga“ auf dem Flensburger Campus.

 
Angaben zum Gebäude:
Bauherr: Land Schleswig-Holstein
Bauherrenvertretung: Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH)
Generalplaner: Asmussen + Partner GmbH
Baubeginn: August 2019
Fertigstellung: voraussichtlich Sommer 2021
Nutzfläche: 1.300 Quadratmeter
Gesamtbaukosten: rund 7,1 Millionen Euro

 

 

Im dritten Geschoss, das als Staffelgeschoss geplant ist, wird eine Lernwerkstatt eingerichtet.
© Asmussen + Partner GmbH

Kontakt:

Kathrin Fischer
Pressesprecherin
Europa-Universität Flensburg
Telefon: 0461 805 2771
E-Mail: kathrin.fischer©noSpamuni-flensburg.de

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